Antrag zu Variante X an den Gemeinderat Wiesentheid

Der Gemeinderat Wiesentheid möge den folgenden Antrag in öffentlicher Sitzung behandeln.

Der Gemeinderat Wiesentheid möge in der Sitzung am 14. März 2019 beschließen:

A.)

die Verwaltung soll ein Planungsbüro damit beauftragen, für die von mir vorgeschlagene Anbindung der Entlastungsstraße Nord-Ost an die Bundesstraße B286 (Variante X) eine Vorentwurfsplanung zu erstellen, die den Ansprüchen des Staatlichen Bauamtes zur Beurteilung genügt und dem Gemeinderat belastbare Zahlen hinsichtlich, Kosten, Flächenverbrauch und Naturschutz liefert, um auf dieser Grundlage einen objektiven Vergleich zu anderen Varianten zu haben.

B.)

die Verwaltung möge von einem Verkehrsgutachter prüfen lassen, ob es nach heutigen Richtlinien und Maßstäben zulässig und zu verantworten ist, insbesondere die westliche Anschlussstelle Wiesentheid an die Bundesstraße B286 mit dem durch die Entlastungsstraße Nord-Ost erzeugten zusätzlichen Verkehrsaufkommen zu belasten. Dies vor allem bezüglich des fehlenden Beschleunigungsstreifens.

C.)

die Verwaltung möge beim Staatlichen Bauamt anregen, im Zusammenhang mit dem geplanten dreistreifigen Ausbau (Überholfahrstreifen) zwischen Prichsenstadt und Wiesentheid der Bundesstraße B286 die nach heutigen Planungsrichtlinien unzulässigen Anschlussstellen in die Planung mit einzubeziehen. Dies bedeutet, den dreistreifigen Ausbau der Bundesstraße B286, den Bau der Entlastungsstraße Nord-Ost und den zeitgemäßen Ausbau unserer Anschlussstellen an die Bundesstraße B286 in einen Planungszusammenhang zu stellen, um so eine umfassende Verkehrslösung zu schaffen.

Begründung

A.)

Bisher wurde die Idee für eine Anbindung der Entlastungsstraße Nord-Ost an die Bundesstraße B286 nur in einer Konzeptskizze festgehalten und liefert keine konkreten Informationen zu Kosten, Flächenverbrauch und Naturschutz. Es gibt keine belastbaren Zahlen um diese Variante mit anderen Varianten vergleichen zu können. Da dieser Vorschlag in der Bevölkerung jedoch auf große Zustimmung stößt und sehr ernst genommen wird (was die letzten Bürgerversammlungen belegen) ist es für die Entscheidungsfindung zum Trassenverlauf unumgänglich auch für diesen Vorschlag eine Vorentwurfsplanung zu haben.

B.)

Die geplante Verkehrsänderung (Zone 30) im Innenort (LSH bis Marienplatz) will ca. 90 % des Verkehrs von der Prichsenstädter Straße (das sind ca. 3200 Fahrzeuge) über den Entlastungsring und die Bundesstraße B286 in den Süden von Wiesentheid führen. Für die (westliche) Anschlussstelle an die Bundesstraße B286 bedeutet dies zusätzliche ca. 3.000 Fahrzeuge am Tag, die dort ohne Beschleunigungstreifen in die Bundesstraße B286 (Kraftfahrstraße) einfahren. Da die Bundesstraße B286 in diesem Bereich auch als Umleitungsstrecke für die BAB 3 dient, kann es insbesondere im Falle einer Autobahnumleitung zu kritischen Verkehrssituationen kommen.

C.)

Das Staatliche Bauamt plant den dreistreifigen Ausbau der Bundesstraße B286 im Bereich zwischen Prichsenstadt und Wiesentheid. Unabhängig davon plant der Markt Wiesentheid in kommunaler Sonderbaulast einen Teil seiner Entlastungsstraße. Die Anschlussstellen in Wiesentheid an die Bundesstraße B286 entsprechen nicht den aktuellen Planungs-richtlinien. Es können bei einem Zusammenspiel aller Instanzen und Verwaltungen Synergieeffekte entstehen, die in optimalen Verkehrslösungen münden. Zumindest sollte es nicht versäumt werden alle Möglichkeiten in dieser Hinsicht zu prüfen.

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