Faktencheck HD

Zum Wasserverbrauch der Salatfabrik

 „…. ein Loch ist im Eimer – Karl Otto…“

Leer – emty – nada – nix mehr da, so lässt sich der aktuelle Stand (Anfang Juli2019) der Regenwasserbecken der Salatfabrik beschreiben. Gerade jetzt, zu Beginn des Sommers, zu der Zeit des höchsten Wasserverbrauchs, muss die Salatfabrik komplett auf die Versorgung mit Trinkwasser zurückgreifen! Das ist keine Spekulation oder Annahme! Das ist anhand der vorgelegten Gutachten und den gegenwärtigen Niederschlagswerten FAKT! Im Hochsommer, zu der Zeit, in der der Wasserverbrauch unserer Gemeinde von Spitzenwerten gekennzeichnet ist, würde die Salatfabrik den Spitzenverbrauch um noch weitere 25 % nach oben treiben. Von derzeit ca. 800 m³ am Tag auf ca. 1.000 m³ am Tag. Das ist FAKT! Im Jahresmittel liegt der Tagesverbrauch unserer Gemeinde bei ca. 500 m³. Das heißt, zu Spitzenverbrauchszeiten liegt der Anteil der Salatfabrik am Gesamtwasserverbrauch von Wiesentheid bei bis zu 20%, in Durchschnittszeiten bei bis zu 40%.

Wasserverbrauch Salatfabrik

Seit vorvergangen Dienstag liegt uns nun auch das Gutachten zum Wasserverbrauch der Salatfabrik vor. Bisher mussten wir in unseren Aussagen auf eigene Berechnungen und Annahmen zurückgreifen. Die Gutachter verwenden für ihre Berechnungen die Niederschlagswerte der Wetterstation Castell – vom Weinbauverband betrieben und keine amtliche Wetterstation. Die nächste amtliche Wetterstation befindet sich in Schwarzach am Main und die Niederschlagswerte dort fallen um ca. 15% geringer aus, als die Niederschlagswerte der Wetterstation Castell. Unzweifelhaft kommt das Wetter in Wiesentheid eher aus Richtung Schwarzach, als aus Richtung Castell. Daher wären die Niederschlagswerte der Wetterstation Schwarzach für die Berechnungen des Wasserverbrauchs der Salatfabrik zutreffender. Dieser signifikante Unterschied ist in unseren Darstellungen noch nicht einmal berücksichtigt! Hier gehts zur PDF-Version des Diagramms

Was sagt uns das Gutachten noch?

Zum Beispiel zeigte sich das Jahr 2018 extrem niederschlagsarm. Eventuell vergleichbar mit einem Jahr der prognostizierten Klimakrise. Der Niederschlag aus 2018 versorgte den Wasserbedarf der Salatfabrik in 2018 nur zu ca. 55%. Die Betreiber konnten auf gefüllte Regenwasserspeicher zurückgreifen und nur deshalb mussten sie so wenig Trinkwasser in 2018 zuführen. UNGEKLÄRT ist jedoch, mit welchem Wasser die Speicher gefüllt waren. Das Gutachten trifft dazu keine Aussage. Es ist rechnerisch nicht darstellbar, wie die Speicher mit Regenwasser gefüllt werden können. Die Regenwassermengen reichen dazu nicht aus. Diese Frage ist also unbeantwortet. Es ist ein FAKT, dass der Niederschlag aus 2018 den Wasserbedarf für 2018 nur zu 55% deckt.

Abhängig von den Niederschlägen im zweiten Halbjahr 2019, ist jetzt schon absehbar, dass die Holländer zwischen 25 – 35% ihres Wasserbedarfs für 2019 zukaufen müssen. Das wären ca. 20.000 m³, was ca. 10% vom Gesamtjahresverbrauchs unserer Gemeinde bedeutet. Das sind die FAKTEN. Berechnet mit fragwürdigen Niederschlagswerten. Seriös wäre, die amtlichen Niederschlagswerte der Wetterstation Schwarzach dem Gutachten zugrunde zu legen. Und unerlässlich ist es, die Langzeitprognose mit der zu erwartenden Klimaveränderung in die Berechnungen mit einfließen zu lassen. Das sind die FAKTEN für die Zukunft! Diese sind bisher nicht berücksichtigt.

Und noch etwas

Für alle die bis jetzt noch nicht vollkommen ausgestiegen sind, noch eine weitere Komponente des Wasserbedarfs – die Ecovaten! Ecovaten sind riesige Energiespeicher. Die großen Türme mit 43 Meter Durchmesser und 16 Meter Höhe. Sie sind gefüllt mit Wasser, das im Sommer aufgeheizt wird und im Winter die Heizenergie liefert. Um die Ecovaten zu füllen braucht es ca. 40.000 m³ Wasser. So viel, wie unser gemeindeeigenes Wasserwerk im Jahr liefert. Genauso wenig wie das Gutachten eine Aussage dazu trifft, woher das Wasser kommt, um die Regenwasserbecken anfänglich zu füllen, genauso wenig liefert das Gutachten eine Aussage, mit welchem Wasser die Ecovaten gefüllt werden.

Es ist unerträglich…

….,dass die Betreiber in ihrer Informationsbroschüre schreiben: „ Für das Wasser, verwenden wir ausschließlich Regenwasser.“

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