Andrea Maria Drexelius

Kabarettveranstalterin, 53 Jahre, verheiratet, 2 wundervolle Kinder, 3 Hunde, 2 Katzen, …

Wo ich her komme

Ich bin im Sommer 1966 zwar im Dettelbacher Krankenhaus zur Welt gekommen, aber anschließend sofort in Wiesentheid verwurzelt worden. Ich lebe im Haus meiner Urgroßeltern, an einer der schönsten grünen Ecken des Ortes. Mit dem großen Garten, dem Schlosspark direkt vor der Haustüre, zwei Bächen, welche unser Grundstück zäunen und den Feldern und dem Wald hinterm Haus, habe ich meine Kindheit überwiegend im Freien verbracht. Mit meinen Freundinnen habe ich im Sommer oft gezeltet, im Winter war meist Schlittschuhlaufen auf dem Schlosspark See angesagt. Hier bin ich zur Schule gegangen, habe in der Garde getanzt und mich beim Turnen und Ballett gequält. Meine Kindheit in Wiesentheid prägt mich bis heute.

Was mich antreibt

Wiesentheid ist meine Heimat, hier lebe ich mit meiner Familie, meinen Tieren und einem großen Freundeskreis. Hier kenne ich jeden Baum im Park, hier habe ich meinen Söhnen erst Wurzeln und später Flügel gegeben, hier liegen meine Vorfahren begraben. Am stärksten hat mich sicherlich meine Oma geprägt, bei ihr bin ich aufgewachsen. Zusammen mit meinem Onkel, einem Musiker, welcher den ganzen Tag Klavier gespielt hat. Ich habe als Kind schon Ausgrenzung kennen gelernt, teils selbst (uneheliches Kind), teils im Umfeld (eine Tante hatte immer Angst vor den „Fremden“). Meine Oma hat mir aber immer beigebracht, dass nur zählt was Menschen tun, nicht wie sie aussehen oder wo sie herkommen. Danach lebe ich noch heute. Tierschutz und der Erhalt der Umwelt, Kunst und Kultur und ein friedliches Miteinander sind meine Herzens-Themen. Und wenn mal wieder alles chaotisch wird: einen Schritt zurücktreten und das Große Ganze betrachten.

Was ich mag

Musik und Kabarett, Comedy und Satire, Tanzen und mit lieben Menschen zusammen sein, da bin ich daheim. Deshalb liebe ich meinen Beruf als Kabarettveranstalterin auch so sehr. Mit Sport halte ich es mittlerweile eher mit Martina Schwarzmann: „Mir glangt, dass i woaß dass i kannt wenn i woin dad aber i tuas ned, weil i muaß ned. Auf fränkisch: Mir reichts dass i wess dass i könnerd wenn i wöllerd, aber i machs ned, weil i muss ned. Ich überlasse den Sport meinem Mann, er ist der Windhund (Läufer), ich der Mops (Sofalieger). Gartenarbeit, ab und an mal Yoga und lange Gassi Runden reichen mir. Und die Traumrunden mit Freunden abwandern. Dazu kommen noch: Malen, töpfern, dekorieren, häkeln, vegan kochen, lesen… nur um ein paar meiner Hobbies zu nennen.

Was ich mir wünsche

Ich wünsche mir für Wiesentheid eine Zukunft, die mehr auf Miteinander setzt als auf Gegeneinander. Ich wünsche mir einen Ort, in dem FÜR die zukünftigen Generationen gestaltet wird, nicht für die eigene Amtszeit oder den Befindlichkeiten Einzelner. Ich wünsche mir einen Ort, der frei bleibt von rechten Ideologien, in dem Bürgervertreter auch wirklich die BürgerInnen vertreten und wo es weniger um Politik geht, sondern mehr um das Gemeinwohl.

Warum ich Gemeinderat werden möchte

Ganz ehrlich? Ich wüsste mir was Besseres, als hunderte von Sitzungen und zig Ortstermine in den nächsten Jahren. Ich müsste auch nicht mehrere tausend Seiten staubtrockener Sitzungsvorlagen, Konzepte und Gutachten studieren, mich mit langweilig vorgetragenen Referaten und den Ideen der politischen Mitbewerber herumschlagen. Ich wäre kein Prellbock mancher Personen, die ihre persönlichen Interessen beeinträchtigt sehen und müsste mich auch nicht in asozialen Netzwerken beschimpfen und verunglimpfen lassen. Mit anderen Worten: ich hätte sicher ein leichteres Leben, würde ich nicht in den Gemeinderat gewählt werden. Warum habe ich mich aber trotzdem aufstellen lassen? Weil es eine Veränderung braucht. Und nur wer sich engagiert kann auch etwas verändern. Machen ist wie wollen, nur krasser. Und es braucht dringend mehr Frauen im Gemeinderat. Frauen, die auch den Mund aufmachen, die eine eigene Meinung haben. Und so eine bin ich. Ich würde mich für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung einsetzen. Denn wir alle sollten unseren Ort mitgestalten. Schließlich müssen wir alle auch die Konsequenzen tragen.

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