Harald Godron

Lehrer, 54 Jahre, verheiratet, 2 Kinder

Wo ich her komme

Geboren wurde ich in Mainz, aber aufgewachsen bin ich zunächst in Darmstadt und in Frankfurt am Main. Nach der Scheidung meiner Eltern zog ich mit meiner Mutter 1970 nach München. Ich musste früh lernen, das Leben und den Alltag selbständig zu meistern. Zum Glück hatte ich in den entscheidenden Jugendjahren immer wieder Erwachsene an meiner Seite, die mich unterstützt und gefördert haben z.B. meinen Stiefvater, aber auch Lehrerinnen und Lehrer. Darum war für mich früh klar, dass ich meine Lebenserfahrungen im späteren Berufsleben gerne an junge Menschen weitergeben möchte. Seit dem Ende des Lehramtsstudiums in München ist das Wiesentheider Gymnasium mit seinem Internat für mich der ideale Arbeitsplatz, für den ich die Großstadt München gerne verlassen habe. Zusammen mit meiner Frau haben wir in Wiesentheid ein Haus gebaut und unsere beiden Kinder großgezogen. In den vergangenen 25 Jahren ist unsere Marktgemeinde für meine Familie und mich zur Heimat geworden!

Was mich antreibt

Familie und Beruf sind die zwei wichtigsten Säulen, auf denen sich mein Leben aufbaut. Sie tragen mich durch den Alltag und geben mir Kraft. Zusammen mit meiner Frau konnten wir unseren beiden Kindern in einer liebevollen Familiengemeinschaft die Werte vorleben, die uns besonders wichtig sind: gegenseitiges Vertrauen, Zuverlässigkeit und den respektvollen Umgang mit seinen Mitmenschen und der uns anvertrauten Natur. In meinem Beruf darf ich junge Menschen auf einem wichtigen Teil ihres Lebensweges begleiten, vielleicht sogar ein klein wenig prägen und Orientierung anbieten. Auch wenn der Schulalltag nicht immer einfach ist, habe ich auch nach 25 Berufsjahren die Hoffnung nicht aufgegeben, für manche Jugendliche mehr zu sein als nur ein reiner Wissens- und Erkenntnisvermittler. Die tägliche Arbeit in der Schulfamilie erfordert Kompromissbereitschaft, Einfühlungsvermögen und gegenseitigen Respekt, auch vor den manchmal unterschiedlichen Meinungen seiner Mitmenschen. Die Akzeptanz des Anderssein und Andersdenken sind wichtige Voraussetzungen für ein konstruktives, effektives Miteinander, nicht nur in der Schule, sondern in der Gesellschaft insgesamt. Diese Akzeptanz hat aber auch seine unumstößliche Grenzen dort, wo Mitmenschen diskriminiert, diffamiert und in Wort und Tat angegriffen werden. Wo statt Kommunikation nur Konfrontation gesucht wird. Wo mit altbekannten Parolen unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte mit Füßen getreten werden. Hier gilt es für uns alle gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass sich Geschichte in Deutschland nicht wiederholt!

Was ich mag

Ich liebe das Reisen, so klimaneutral wie es heute eben geht. Den Blick auf diese Welt mit seinen unzähligen wunderbaren Facetten sollte man meines Erachtens nicht nur durch die modernen Medien werfen. Die Erfahrungen, die man bei der unmittelbaren Begegnung mit anderen, z.T. auch fremden Menschen und Kulturen macht, bereichern unser ganzes Leben. Naturerlebnisse im In- und Ausland sensibilisieren uns für die Schönheit unseres Planeten. Ich treibe außerdem sehr gerne Sport, spiele z.B. Volleyball, Golf, und schöpfe neue Energie bei meinen Walkingrunden rund um Wiesentheid. Was ich zudem noch sehr gerne mag sind Literatur und Sprache. Ein gutes Buch ist eine wohltuende Alternative zur zweckorientierten Alltagskommunikation. Zugleich bin ich ein fröhlicher, geselliger Mensch, der sich sehr gerne mit anderen austauscht. Der neugierig ist auf andere Menschen, auf deren Meinungen und Haltungen. Der sich nicht scheut zu diskutieren und einen klaren Standpunkt zu vertreten. Der aber auch Kompromisse sucht und um Ausgleich bemüht ist.

Was ich mir wünsche

Ich wünsche mir vor allem, dass ich auch in Zukunft zusammen mit meiner Frau unseren nun schon erwachsenen, in die Welt hinaus strebenden Kindern den geschützten Heimathafen bieten kann, den sie auf ihrem kommenden, spannenden Lebensweg sicherlich brauchen werden. Und für den Ort Wiesentheid wünsche ich uns, dass er auch weiterhin ein liebenswerter Heimathafen bleibt, in dem es sich sehr gut leben lässt. Im Kreise toleranter, weltoffener Mitbürgerinnen und Mitbürger. Inmitten einer wunderbaren Natur, die für Menschen, Tiere und Pflanzen möglichst optimale Lebensbedingungen bietet. Der Fortschritt mit Umweltbewusstsein vereint. Und in dem ein menschliches Miteinander herrscht, anstatt ein ideologisches Gegeneinander.

Warum ich Gemeinderat werden möchte

Ich möchte in den Gemeinderat, weil ich unseren Heimatort aktiv mitgestalten will. Es ist wichtig, dass sich unser Ort in Zukunft den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und klimatischen Herausforderungen stellt. Gemeinsam mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern muss dafür Sorge getragen werden, dass Wiesentheid auch in den kommenden Jahren ideale Lebensgrundlagen bietet. Dabei sollten die Interessen aller Generationen in unserem Ort im Blick behalten werden. Ich werde mich für Kinder- und Jugendliche engagieren, für junge Familien einsetzen genauso wie für die älteren Generationen. Es braucht durchdachte, zukunftsorientierte, aber auch bezahlbare Infrastrukturmaßnahmen. Beispielsweise bedarfsorientierte Unterbringungsmöglichkeiten für unsere kleinsten Mitbewohner in den Kinderkrippen bzw. Kindergärten. Es braucht gut ausgestattete Schulen vor Ort. Es braucht innerörtliche Einkaufsmöglichkeiten anstatt Einkaufszentren am Ortsrand. Es braucht Freizeitangebote für alle Altersgruppen, von jung bis alt. Es braucht vernünftige Verkehrskonzepte, die den innerörtlichen Verkehr reduziert, ohne gleichzeitig einen kompletten Umfahrungsring bauen zu müssen. Es braucht eine noch viel bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Vor allem aber braucht es noch mehr grüne Naturgebiete anstatt graue, verbaute Pflasterwüsten und Industrieflächen. Einige dieser Themen wurden in den vergangenen Jahren schon im Gemeinderat auf den Weg gebracht. Meines Erachtens hat man dabei aber immer noch zu wenig auf die Umwelt und den Naturschutz an sich geachtet. Warnungen von Behörden über einen zu hohen Flächenverbrauch wurden zu wenig berücksichtigt. Ein gewisser wirtschaftlicher Fortschritt ist durchaus begrüßenswert, er darf aber nicht zu Lasten der Natur und der Umwelt in unserem Heimatort gehen. Die Gemeinderatssitzungen der letzten Monate waren oftmals geprägt von parteipolitisch motivierten Streitigkeiten. Ich möchte meine kommunikativen Fähigkeiten in den Dienst einer konstruktiven Gesprächskultur im Gemeinderat stellen. Ich stehe mit Wort und Tat für eine umweltbewusste und fortschrittliche Gemeindepolitik, die sich dafür einsetzt, dass Natur- und Umweltthemen bei politischen Entscheidungen wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden.

Deshalb möchte ich Ihre Stimme im Gemeinderat Wiesentheid sein. Ich bitte Sie am 15. März um Ihre Wählerstimme – gerne dürfen es auch drei sein!

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